

Die Rote und die Graue Materie - Afrikas Neue Architektur
Es ist ein Meilenstein für neue Architektur in Afrika – das neue Goethe-Institut in Dakar. Entworfen hat es Pionier Francis Kéré, der erste Architekt aus Subsahara-Afrika, der den renommierten Pritzker-Preis gewonnen hat. Kéré setzt auf den roten Baustoff Lehm, greift lokale traditionelle Bauweisen auf und interpretiert sie neu. Und eine ganze Generation junger Architekten wie Nzinga Mboup und Nicolas Rondet vom Architekturbüro Worofila in Dakar tragen diesen Impuls weiter. Ingenieur Doudou Deme produziert mit seiner Firma Elementerre die Ziegel aus der roten Erde Westafrikas für das Goethe-Institut Dakar. Rote Ziegel könnten auch der Baustoff der Zukunft sein: nachhaltig, ortsspezifisch und kühlend in einer Zeit, in der die Temperaturen immer weiter steigen. Sie sind eine klimagerechte Alternative zu dem grauen Beton, dem populären Baustoff der letzten Jahrzehnte, der Treibhaus-Emissionen und damit die Aufheizung des Klimas vorantreibt. Das neue Goethe-Institut Dakar ist somit nicht nur Begegnungsstätte, sondern auch Symbol für moderne Lehmbauweise. Die Zukunft der Architektur – sie könnte in Afrika beginnen. Über sieben- auch politisch bewegte - Jahre hinweg verfolgt diese 56minütige Koproduktion von DW und Goethe-Institut die Entstehung des neuen Goethe-Instituts in Dakar und zugleich die aktuelle Entwicklung, die afrikanische Bauweisen ins Zentrum der Architekturdebatte rückt. Regie: Willie Schumann und Rainer Traube Commissioning Editor: Susanne Lenz-Gleissner Executive Producer: Jochen Rosenkranz
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